Defaultbevormundung

Ich war vorhin mal wieder mit meinem Windows Vista unterwegs, zwecks daddeln. Da ich die letzten Wochen das System nicht genutzt hatte, haben sich natürlich einige neue Windowsupdates angesammelt.

Als ich grade mit dem Konfigurieren eines Spiels beschäftigt war verschwindet plötzlich das Bild und ich denke schon”wtf?!”. Dann stand auf dem Bildschirm Abmeldung und ich dachte nochmal “wtf?!”, bis dann die Erklärung kam: “Windows Updates werden installiert…” – Achso alles klar, man hätte auch mal fragen können…

Nach dem Neustart habe ich erstmal in der Systemsteuerung das Updateverhalten von Vista umgestellt ;)

System neu aufgesetzt -> Ubuntu rocks!

Da ich inzwischen mal wieder die Lust verspürt habe ein paar PC-Spiele zu daddeln habe ich mich kurzerhand dazu entschieden mir wieder eine Vistapartition zu erstellen. Außerdem wollte ich bei Ubuntu auf die Vollverschlüsselung des Systems verzichten, da mir TrueCrypt-Container für wichtige Daten langen. Also Vista-DVD rein, System geplättet und erstmal Windows installiert. Danach Ubuntu-DVD rein und wieder Jaunty installiert. Und dann kam der Clou, bei dem ich gedacht habe: Boah, ist Linux geil!

Ich habe das alte System, samt allen Konfigurationen und Programmeinstellungen mit nur zwei Konsolenbefehlen wiederhergestellt! Zu einem mit

sudo apt-get install thunderbird gnome-do keepassx freemind grisbi blender
links2 sun-java6-bin sun-java6-jdk sun-java6-jre wireshark recordmydesktop
gtk-recordmydesktop virtualbox compiz compizconfig-settings-manager gparted

alle alten Programme installiert und danach mit

cp -r

das alte home-Verzeichnis, samt allen Konfigurationseinstellungen, von der externen Platte zurück kopiert. Danach einmal neu angemeldet und das System war (fast) völlig wieder in den Zustand vor der Formatierung zurückversetzt. Für einen Linuxveteranen mag das zwar alter Käse sein, aber für mich, der erst seit einem halben Jahr Ubuntu nutzt ist das absolut beeindruckend! So leicht hab ich Windows nach einer Formatierung nie wiederherstellen und konfigurieren können ^^

Ubuntu rocks :D

Ubuntu

Ich bin nun auch vor einiger Zeit auf das freie Linux-Betriebsystem Ubuntu umgestiegen. Der Grund warum ich das hier jetzt erst schreibe ist, dass ich erstmal sichergehen wollte ob es mir gefällt und ob ich dabei bleiben möchte. Und nach einigen Wochen Testphase muss ich sagen: Ich werde definitiv dabei bleiben :)

Ich nutze die momentan aktuelle Version 8.10 (“Intrepid Ibex”) und kann nur feststellen das ich begeistert bin von diesem Betriebssystem. Es kommt mit einem guten Angebot an vorinstallierter Software daher und die Arbeit mit Ubuntu verläuft sehr schnell und flüssig. Im Gegensatz zu Windows hat man hier nicht das Gefühl an allen Ecken und Enden beschränkt und an die Hand genommen zu werden, dass System tut einfach das was man von ihm will. Auch bei der Hardware gibt es bei mir quasi keine Probleme. Alles lief Out-of-the-Box.  Lediglich der propritäre Treiber der Grafikkarte musste nachträglich installiert werden, was dank des neuen Hardware-Treiber-Managers von Intrepid Ibex auch keine drei Mausklicks dauerte.

ubuntu_ueberall_smallWie auf dem Bild links zu sehen ist setzt ich Ubuntu sowohl auf meinem Desktop als auch auf meinem Netbook ein. Auch auf dem Netbook macht das System keine Probleme. Damit die Netbookspezifische Hardware (WLAN etc.) funktioniert muss lediglich der Array-Kernel und das Tool eee-control installiert werden und schon läuft alles wie geschmiert. Damit man auf dem kleinen Netbookdisplay auch gut arbeiten kann habe ich noch die Schriftart verkleinert und die Taskleiste so eingestellt das sie automatisch verschwindet.

Auf beiden Rechnern funktionieren auch Ubuntus Desktopeffekte problemlos. Mit dem Desktopcube z.B. kann man  zwischen mehreren Arbeitsflächen wechseln welche, wie der Name schon sagt, auf den Flächen eines 3D-Würfels dargestellt werden. Durch den Würfel hat man eine gute Übersicht, über alle verteilten Fenster, da diese, samt Inhalten, live auf dem Würfel gerendert werden.

Will man weitere Software haben, ist dies auch gar kein Problem. Die Ubuntugemeinschaft pflegt ein großes Repository an freier Software. Möchte man ein neues Programm haben schaut man erstmal über dem Menüpunkt “Hinzufügen/Entfernen” welche Software verfügbar ist. Ein Klick langt aus um diese dann herunter zu laden und automatisch zu installieren. Auch Sicherheitsupdates für Programme und das Betriebssystem selbst werden automatisch über diese Repositorys bezogen. Man kann sicher sein, das alles was aus den offiziellen Repositorys kommt geprüft und sicher ist!

Ich kann jedem der Interesse hat nur empfehlen mal die aktuelle Version von Ubuntu herrunterzuladen, zu installieren und mal selbst auszuprobieren. Es macht einfach nur Spaß dieses Betriebssystem zu benutzen und bringt ein großes Plus an Sicherheit, da es Standardmäßig keine Ports nach aussen geöffnet hat und es quasi keine/kaum Linuxviren gibt! Ich habe zwar auf meiner zweiten Platte immernoch eine (frisch aufgesetzte) Vista installation liegen, diese benutze ich aber lediglich falls ich mal Zocken will – Defacto habe ich die letzten Wochen aber kein einziges mal Windows gebootet ;)

Ich bin mal gespannt was die neue Ubuntuversion Jaunty Jackalope bringen wird, welche in wenigen Wochen erscheint…

[ Nachtrag ]

Hier ist ein kleines YouTube-Video was eindrucksvoll die Desktopeffekte von Ubuntu darstellt. Einige sind natürlich nur optische Spielerein, andere sind wiederum richtig nützlich z.B. die 3D-Darstellung der Arbeitsflächen oder die Vorschaubilder für die Tabs. Für Leute die noch der Meinung sind ein Linuxsystem hätte den visuellen Charme eines Windows 3.1, dem müsste nach diesem Video klar sein, dass sich Ubuntu optisch nicht hinter Vista zu verstecken braucht – ganz im Gegenteil: