31. Jul, 2009
Eine ironische Zukunftsaussicht, die ich für sehr lesenswert halte:
Laborsklave -> Bürosklave: Realität
Wenn man jedoch bedenkt, dass all dies im Internet schon Realität ist, ist es schon nicht mehr ganz so lustig. Und wie der Author selber sagt:
Für diejenigen, die jetzt immer noch denken, das Internet sei ein “rechtsfreier Raum” und wir bräuchten mehr Kontrolle und Überwachung [...], denen wünsche ich diese Menge an Überwachung und Kontrolle im wahren Leben.
FULL ACK!
12. Jul, 2009
Die EU-Kommission plant sensible Bürgerdaten an zentraler Stelle zu sammeln und Polizei und anderen Behörden zugänglich zu machen: Spiegel-Artikel
Ich glaube dazu brauch ich nichts sagen oder? Wo war auf dem Wahlzettel letztens nur das Ankreuzfeld für “Keine EU”?
6. Jul, 2009
Der Chaos Computer Club hat einen Bericht veröffentlicht, in dem die aus der Vorratsdatenspeicherung entstehenden Gefahren analysiert werden. Auslagerung der VDS an externe Dienstleister zum Beispiel birgt gewaltiges Missbrauchspotential. Es wird bald nicht mehr möglich sein, die Kontrolle über persönliche Daten zu behalten da allein durch Internet- und Handynutzung die Nutzungsdaten in die Hände Dritter geraten, und das völlig legal – danke SSchäuble!
Aussderdem sollte man die Gefahr im Auge behalten welche nicht nur im Augenblick besteht, sondern auch welche Gefahren noch durch technische Weiterentwicklung in Zukunft entstehen könnten. Das Gesetz macht hier den Weg frei für eine vollkommene Überwachung des Bürgers – nochmals, danke SSchäuble! Sollte mal wieder irgendeine faschistische Regierung an die Macht kommen haben Sie denen gleich ein tolles Werkzeug an die Hand geliefert!
– Update 21:15 Uhr –
Sogar die Zeit berichtet über das Gutachten des Chaos Computer Club.
20. Feb, 2009
Also zu dem was ich grade gelesen habe, muss ich mich einfach mal äußern.
Die CDU/CSU plant bald auch personenbezogene Daten von Kindern unter 16 Jahren zu speichern. Was ich davon halte muss ich ja wohl nicht sagen, ich finde es nur so lächerlich das das Totschlagargument “Terror” sogar für diese Sache herrangezogen wird: Dienen soll das nämlich, laut dem heise-Artikel, der besseren Überwachung terrorverdächtiger Minderjähriger.
Im ersten Moment dachte ich wird hätten ersten April, aber das meinen unsere “Volksvertreter” tatsächlich ernst…
20. Jan, 2009
Jaja, und schon folgt SSchäubles neuster Geniestreich.
Da die Vorratsdatenspeicherung inkraftgetreten ist, folgt auch direkt der ungehemmte weitere Ausbau. Geplant ist nun die schon oft prophezeite Speicherung von den übertragenen Nutzdaten. Diese dürfen natürlich auch an die Polizei weitergereicht werden und ohne richterliche Genemigung ausgewertet werden.
Heißt im Klartext: Schon bald kann jeder, der eine entsprechende Position bei einem Provider oder einer Polizeibehörde hat gucken, was ihr denn im Internet so treibt. Welche Seiten ihr besucht (das ja ohnehin schon), welche Mausklicks ihr tätigt, welche Eingaben ihr macht, welche Daten ihr transferiert und was ihr anderen Leuten schreibt. Toll nur wenn die Daten in falsche Hände geraten und alle Öffentlichkeit sehen kann, dass ihr an Tag X auf Seite Y mal wieder am pr0n-surfen wart – Womit ich natürlich nicht sagen will das unsere Daten in den Händen von Providern und staatlichen Institutionen besser aufgehoben sind!
Für die geplanten Internetfilter sage ich übrigens gleiches vorraus: Sind sie da, ist die Hemmschwelle sie auch für andere Dinge zu missbrauchen gleich null.
3. Jan, 2009
Grade bei YouTube gefunden:
Ich kann nur empfehlen alle Teile anzugucken. Sehr interessanter Bericht zum Überwachungswahn.
Teil 1 (oben)
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Wer danach noch ein Fan der Überwachung ist, sollte sich mal fragen ob er die Worte Rechtsstaat und Demokratie richtig verstanden hat. Ich kann dazu nur eins sagen: Das BKA wird durch das Gesetz nicht zum FBI sondern zur Gestapo…
2. Jan, 2009
Tja es ist leider so weit,
seit gestern wurde mit dem Inkrafttreten der Vorratsdatenspeicherung eine weitere Hürde in Richtung Sicherheitsstaat genommen. Von nun an werden völlig grundlos alle IP-Adressen, Anfang und Ende einer Internetsitzung, sowie der eMailverkehr eines jeden Internetnutzers für sechs Monate, frei zum einsehen, gespeichert.
Diese werden nach Angabe der Polizei zwar nur bei konkretem Verdacht (?) abgerufen, aber die Datenskandale des letzten Jahres haben ja gezeigt das man auf solche Aussagen scheißen kann – Ist ja schließlich auch verlockend wenn man die Möglichkeit hat zu überprüfen was der unliebsame Nachbar denn so im Netz treibt… oder einem viel Geld von Werbefirmen geboten wird wenn man dafür mit Datensätzen über das Surfverhalten vieler Leute rüber kommt ;)
Ich bin mal gespannt was unsere Verfassungsfeinde Volksvertreter dieses Jahr noch so geplant haben um uns in Ketten zu legen. Jedenfalls freue ich mich auf den nächsten fetten Datenskandal damit die Leute aufwachen. Andererseits scheint es ja auch niemandem was ausgemacht zu haben das seit dem Bankdatenskandal die Konten tausender Bürger quasi in den Händen von Verbrechern sind… zumindest habe ich keinen großen Aufschrei mitbekommen.
18. Dez, 2008
Ach herrlich, jetzt ist innerhalb von zwei Tagen schon die sechste News gekommen über die man sich aufregen kann. Diesmal geht es um den Chef des BKAs Jörg Ziercke. Dieser spricht sich nämlich für eine verschärfte Kontrolle und längere Speicherung von IP Adressen aus. Laut seiner Aussage sind die Befürchtungen, dass wir uns auf dem besten Weg zu einem Sicherheitsstaat befinden unbegründet. Er spricht sich sogar für die Filterung von Webinhalten aus und zieht dafür natürlich die Kinderpornographiekeule aus der Tasche, damit bloß niemand Gegenargumente bringt.
“Wir haben hier ein massives Problem, vor dem man nicht die Augen verschließen sollte. Wenn wir den Anstieg der Kinderpornografie nicht stoppen können, was ist dann in einem Rechtsstaat alles eigentlich noch möglich?“. Nun Herr Ziercke, wenn sie Contentfilter ins Internet einbauen, tun sie denn nicht genau das? Die Augen verschließen?
Um aber zum Thema mit den IP-Adressen zurückzukommen: Als Argument führt Herr Ziercke an, das nur durch eine langfristige Speicherung von IP-Adressen die Möglichkeit besteht terroristische Aktivitäten und Netzwerke zu identifizieren und zurück zu verfolgen. So lautet es weiter in der heise-Meldung “Ziercke schilderte mehrere Fälle terroristischer Aktivitäten, bei denen seine Behörde abbrechen musste, weil nicht ausreichend nach beteiligten IP-Nummern gesucht werden konnte“. Mehrere Fälle terroristischer Aktivitäten? Fakten bitte! Ich habe jedenfalls noch keine Selbstmordattentäter auf den Straßen rumlaufen sehen. Meines Wissens nach werden IP-Adressen mehr als lange genug gespeichert, um auf richterlichen Beschluss potentielle Kriminelle zu identifizieren. Kann es vielleicht nicht ehr sein das ihre Leute zu langsam oder zu schlampig arbeiten?
Im letzten Teil der Meldung unterstützt Ziercke noch das Gesetz zur heimlichen Online-Durchsuchung. Nur so soll es möglich sein auf die Rechner von Terroristen zu zugreifen z.B. an deren Anschlagspläne zu kommen. Tut mit Leid, aber wenn der Chef des Bundeskriminalamtes so dumm ist und denkt ein Terrorist würde seine Daten auf einem Internetrechner aufbewahren, muss man annehmen das er seine dienstliche Qualifikation bei einer Partie Cluedo erworben hat (Sie wissen schon, das Spiel wo man den Mörder finden muss).
Aber mal ganz im ernst Herr Ziercke: Ihre Befürwortung für die Pläne von Herrn Schäuble hinterlässt den üblen Nachgeschmack, als wären sie scharf darauf der Chef einer Geheimpolizei zu werden. Denn dazu wird sich das BKA nämlich entwickeln wenn ihm derartige Rechte zugesprochen werden!