Ubuntu 9.04

Vorgestern war ja der Release vom neuen Ubuntu 9.04 “Jaunty Jackolope”, auf das ich mich schon riesig gefreut hatte :)

Als ich nach der Arbeit zuhause war habe ich über die Aktualisierungsverwaltung gleich mal das Distributions-Upgrade gestartet. Nach ner halben Stunde war es fertig und ich konnte das neue System antesten. Das was als erstes auffällt: Der Bootvorgang geht im Vergleich zu vorher rasend schnell. Ich habe keine Messungen durchgeführt aber das sind mindestens 15-20 Sekunden die mein System nach Eingabe des Entschlüsselungspasswortes schneller bootet! Auch Bootup- und Loginscreen haben einen moderneren Look bekommen.

Da der GNOME-Desktop, welcher in Ubuntu enthalten ist, Wert auf konsistenz und einfachheit legt, sieht nach dem Login erstmal alles aus wie man es von vorher gewohnt ist. Verbesserungen und Änderungen stecken im Detail ;)

So wurden z.B. die vorherigen Ballon-Popups durch neue Notifications ausgetauscht, welche sich jetzt einheitlich in das Gesamtbild einbringen und von allen Applications genutzt werden können. So erhält man jetzt z.B. auch von Pidgin Informationen über neue Nachrichten und Statusveränderungen der Kontakte über diese Notifications. Allgemein sind, wie bei einen Distributions-Upgrade üblich, viele aktuelle, bzw. aktuellere Versionen der installierten Programme enthalten (z.B. Open Office 3.0.1), bzw. stehen im Repository zur Verfügung. Der Wechsel hat sich auf jeden Fall gelohnt =)

Auf meinem eeePC habe ich ebenfalls das Upgrade durchgeführt. Hier war ich zunächst erschrocken, weil das System nach dem Upgrade geruckelt hat wie Sau. Nach einigem Vergleichen mit meinem Desktopsystem habe ich festgestellt, dass beim Upgrade nicht der neue Linux-Kernel installiert wurde, der bei Jaunty mit dazu gehört. Das kam sehr wahrscheinlich daher, dass ich ja den alternativen Array-Kernel auf dem Netbook genutzt habe. Nachdem ich den aktuellen Kernel nachinstalliert hatte lief das System butterweich! WLAN funktionierte mit dem neuen Kernel auch auf anhieb. Lediglich das Programm eee-control scheint zur neuen Ubuntuversion noch nicht kompatibel zu sein, so das ich mich erstmal damit abfinden muss, dass ich WLAN und Co. nicht gezielt abschalten kann ^^

Jedenfalls ist mein Zwischenfazit zu Jaunty: Gute Arbeit!

Tomboy Notizen

Je länger ich Ubuntu benutze, um so mehr coole Sachen entdecke ich :)

Ich war vorhin mal spaßeshalber auf der Suche nach einem Desktop-Wiki, also einem persönlichen Notizsystem, das nach dem Prinzip eines Wiki (z.B. Wikipedia) funktioniert. Ein Desktop-Wiki steht dabei nur nicht im Internet sondern läuft lokal auf der eigenen Maschiene und dient dazu z.B. Notizen zu organisieren und auch, wie man es von einem Wiki gewohnt ist, Querverbindungen zwischen den einzelnen Notizen herzustellen. Dazu gibt es unterschiedliche Lösungen, von Programmen die eine eigene Datenbank auf dem Rechner benötigen und über den Browser bedient werden, bis zu eigenständigen Applikationen, die keine zusätzlichen Dienste benötigen.

tomboy_previewDann habe ich jedoch festgestellt das Ubuntu mir quasi solch ein System schon mitgeliefert hat. Das ganze nennt sich Tomboy. Ich weiss nicht ob man dieses Programm tatsächlich als Desktop-Wiki bezeichnen kann, aber es bringt alle wesentlichen Funktionen mit die man auch von einem Desktop-Wiki erwartet. Es lassen sich verschiedene Notizbücher ( quasi Kategorien ) anlegen und dafür auch Notizvorlagen erstellen. Innerhalb einer Notiz hat man unterschiedliche Formatierungsoptionen und auch die Möglichkeit, aus markiertem Text eine neue Notiz zu erstellen. Diese wird dann auch in allen anderen vorhandenen Notizen referenziert in denen das Wort auftaucht. Genau wie die Querverweise zwischen den Artikeln der Wikipedia ;)

Wie bereits erwähnt, ich hatte mich eigentlich nur mehr zum Spaß mit dem Thema befasst aber ich glaube ich werde das Programm mal eine Weile lang ausprobieren, da dieses Tool wirklich nützlich sein könnte – Sowohl zum schnellen speichern und abrufen von Informationen als auch zum organisieren.

Wer jetzt nur noch “Wiki” versteht, der kann sich ja mal die Tomboy-Homepage angucken ^^

Ubuntu

Ich bin nun auch vor einiger Zeit auf das freie Linux-Betriebsystem Ubuntu umgestiegen. Der Grund warum ich das hier jetzt erst schreibe ist, dass ich erstmal sichergehen wollte ob es mir gefällt und ob ich dabei bleiben möchte. Und nach einigen Wochen Testphase muss ich sagen: Ich werde definitiv dabei bleiben :)

Ich nutze die momentan aktuelle Version 8.10 (“Intrepid Ibex”) und kann nur feststellen das ich begeistert bin von diesem Betriebssystem. Es kommt mit einem guten Angebot an vorinstallierter Software daher und die Arbeit mit Ubuntu verläuft sehr schnell und flüssig. Im Gegensatz zu Windows hat man hier nicht das Gefühl an allen Ecken und Enden beschränkt und an die Hand genommen zu werden, dass System tut einfach das was man von ihm will. Auch bei der Hardware gibt es bei mir quasi keine Probleme. Alles lief Out-of-the-Box.  Lediglich der propritäre Treiber der Grafikkarte musste nachträglich installiert werden, was dank des neuen Hardware-Treiber-Managers von Intrepid Ibex auch keine drei Mausklicks dauerte.

ubuntu_ueberall_smallWie auf dem Bild links zu sehen ist setzt ich Ubuntu sowohl auf meinem Desktop als auch auf meinem Netbook ein. Auch auf dem Netbook macht das System keine Probleme. Damit die Netbookspezifische Hardware (WLAN etc.) funktioniert muss lediglich der Array-Kernel und das Tool eee-control installiert werden und schon läuft alles wie geschmiert. Damit man auf dem kleinen Netbookdisplay auch gut arbeiten kann habe ich noch die Schriftart verkleinert und die Taskleiste so eingestellt das sie automatisch verschwindet.

Auf beiden Rechnern funktionieren auch Ubuntus Desktopeffekte problemlos. Mit dem Desktopcube z.B. kann man  zwischen mehreren Arbeitsflächen wechseln welche, wie der Name schon sagt, auf den Flächen eines 3D-Würfels dargestellt werden. Durch den Würfel hat man eine gute Übersicht, über alle verteilten Fenster, da diese, samt Inhalten, live auf dem Würfel gerendert werden.

Will man weitere Software haben, ist dies auch gar kein Problem. Die Ubuntugemeinschaft pflegt ein großes Repository an freier Software. Möchte man ein neues Programm haben schaut man erstmal über dem Menüpunkt “Hinzufügen/Entfernen” welche Software verfügbar ist. Ein Klick langt aus um diese dann herunter zu laden und automatisch zu installieren. Auch Sicherheitsupdates für Programme und das Betriebssystem selbst werden automatisch über diese Repositorys bezogen. Man kann sicher sein, das alles was aus den offiziellen Repositorys kommt geprüft und sicher ist!

Ich kann jedem der Interesse hat nur empfehlen mal die aktuelle Version von Ubuntu herrunterzuladen, zu installieren und mal selbst auszuprobieren. Es macht einfach nur Spaß dieses Betriebssystem zu benutzen und bringt ein großes Plus an Sicherheit, da es Standardmäßig keine Ports nach aussen geöffnet hat und es quasi keine/kaum Linuxviren gibt! Ich habe zwar auf meiner zweiten Platte immernoch eine (frisch aufgesetzte) Vista installation liegen, diese benutze ich aber lediglich falls ich mal Zocken will – Defacto habe ich die letzten Wochen aber kein einziges mal Windows gebootet ;)

Ich bin mal gespannt was die neue Ubuntuversion Jaunty Jackalope bringen wird, welche in wenigen Wochen erscheint…

[ Nachtrag ]

Hier ist ein kleines YouTube-Video was eindrucksvoll die Desktopeffekte von Ubuntu darstellt. Einige sind natürlich nur optische Spielerein, andere sind wiederum richtig nützlich z.B. die 3D-Darstellung der Arbeitsflächen oder die Vorschaubilder für die Tabs. Für Leute die noch der Meinung sind ein Linuxsystem hätte den visuellen Charme eines Windows 3.1, dem müsste nach diesem Video klar sein, dass sich Ubuntu optisch nicht hinter Vista zu verstecken braucht – ganz im Gegenteil:

Archangel is back in business

Wie ich heute festgestellt habe ist mein Blog  wieder bei Google zu finden, wenn man nach deutschen Seiten sucht :)

Desweiteren habe ich den Bereich Software eingerichtet, auf der ich eine Zusammenfassung von interessanter Software zusammenstellen will. Eventuell werde ich sogar selbst erstellte Tools publizieren wenn ich mal Zeit und Lust habe etwas brauchbares zusammen zu werkeln.