Ubuntu

Ich bin nun auch vor einiger Zeit auf das freie Linux-Betriebsystem Ubuntu umgestiegen. Der Grund warum ich das hier jetzt erst schreibe ist, dass ich erstmal sichergehen wollte ob es mir gefällt und ob ich dabei bleiben möchte. Und nach einigen Wochen Testphase muss ich sagen: Ich werde definitiv dabei bleiben :)

Ich nutze die momentan aktuelle Version 8.10 (“Intrepid Ibex”) und kann nur feststellen das ich begeistert bin von diesem Betriebssystem. Es kommt mit einem guten Angebot an vorinstallierter Software daher und die Arbeit mit Ubuntu verläuft sehr schnell und flüssig. Im Gegensatz zu Windows hat man hier nicht das Gefühl an allen Ecken und Enden beschränkt und an die Hand genommen zu werden, dass System tut einfach das was man von ihm will. Auch bei der Hardware gibt es bei mir quasi keine Probleme. Alles lief Out-of-the-Box.  Lediglich der propritäre Treiber der Grafikkarte musste nachträglich installiert werden, was dank des neuen Hardware-Treiber-Managers von Intrepid Ibex auch keine drei Mausklicks dauerte.

ubuntu_ueberall_smallWie auf dem Bild links zu sehen ist setzt ich Ubuntu sowohl auf meinem Desktop als auch auf meinem Netbook ein. Auch auf dem Netbook macht das System keine Probleme. Damit die Netbookspezifische Hardware (WLAN etc.) funktioniert muss lediglich der Array-Kernel und das Tool eee-control installiert werden und schon läuft alles wie geschmiert. Damit man auf dem kleinen Netbookdisplay auch gut arbeiten kann habe ich noch die Schriftart verkleinert und die Taskleiste so eingestellt das sie automatisch verschwindet.

Auf beiden Rechnern funktionieren auch Ubuntus Desktopeffekte problemlos. Mit dem Desktopcube z.B. kann man  zwischen mehreren Arbeitsflächen wechseln welche, wie der Name schon sagt, auf den Flächen eines 3D-Würfels dargestellt werden. Durch den Würfel hat man eine gute Übersicht, über alle verteilten Fenster, da diese, samt Inhalten, live auf dem Würfel gerendert werden.

Will man weitere Software haben, ist dies auch gar kein Problem. Die Ubuntugemeinschaft pflegt ein großes Repository an freier Software. Möchte man ein neues Programm haben schaut man erstmal über dem Menüpunkt “Hinzufügen/Entfernen” welche Software verfügbar ist. Ein Klick langt aus um diese dann herunter zu laden und automatisch zu installieren. Auch Sicherheitsupdates für Programme und das Betriebssystem selbst werden automatisch über diese Repositorys bezogen. Man kann sicher sein, das alles was aus den offiziellen Repositorys kommt geprüft und sicher ist!

Ich kann jedem der Interesse hat nur empfehlen mal die aktuelle Version von Ubuntu herrunterzuladen, zu installieren und mal selbst auszuprobieren. Es macht einfach nur Spaß dieses Betriebssystem zu benutzen und bringt ein großes Plus an Sicherheit, da es Standardmäßig keine Ports nach aussen geöffnet hat und es quasi keine/kaum Linuxviren gibt! Ich habe zwar auf meiner zweiten Platte immernoch eine (frisch aufgesetzte) Vista installation liegen, diese benutze ich aber lediglich falls ich mal Zocken will – Defacto habe ich die letzten Wochen aber kein einziges mal Windows gebootet ;)

Ich bin mal gespannt was die neue Ubuntuversion Jaunty Jackalope bringen wird, welche in wenigen Wochen erscheint…

[ Nachtrag ]

Hier ist ein kleines YouTube-Video was eindrucksvoll die Desktopeffekte von Ubuntu darstellt. Einige sind natürlich nur optische Spielerein, andere sind wiederum richtig nützlich z.B. die 3D-Darstellung der Arbeitsflächen oder die Vorschaubilder für die Tabs. Für Leute die noch der Meinung sind ein Linuxsystem hätte den visuellen Charme eines Windows 3.1, dem müsste nach diesem Video klar sein, dass sich Ubuntu optisch nicht hinter Vista zu verstecken braucht – ganz im Gegenteil:

Vorstellung und Wirklichkeit

Grad über ein nettes Comic zum Thema Verschlüsselung gestolpert:

Quelle: http://xkcd.com/538/

123HosenRunter III

Heute ist eine Antwort vom 123people.de gekommen:

123people ist eine Personensuchmaschine, die Ihnen die zum Zeitpunkt der Anfrage im Internet frei zugänglichen, öffentlichen Informationen sowie explizit für Suchmaschinen auffindbar markierte Social Network Profile zur gesuchten Person liefert.

Diese Informationen können auch über eine manuelle Suche im Internet gefunden werden. Daten werden von 123people weder gespeichert noch veröffentlicht oder in irgendeiner Art ausgewertet. Einzige Ausnahme sind Zwischenspeicherungen aus technischen Gründen.

Es liegt leider nicht in unserem Einflussbereich, Daten aus anderen Quellen zu ändern oder zu löschen.

Durch 123people wird es Ihnen jedoch ermöglicht, die zu Ihrem Namen auffindbaren, öffentlichen Informationen im Internet zu finden, sich ungewollt veröffentlichter Daten bewusst zu werden und ist somit der erste Schritt, Ihre im Internet öffentlich verfügbaren Daten zu kontrollieren.

Um die Quelle der Informationen zu identifizieren, finden Sie neben jedem Suchergebnis per kleinem Icon den Link zur passenden Originalquelle. Damit haben Sie leichter die Möglichkeit, zum Ursprung der Daten zu gehen und die Einträge über Sie zu kontrollieren bzw. gegebenenfalls dort die Löschung oder Änderung Ihrer Daten zu beantragen.

Bei Social Network Profilen können Sie in den meisten Fällen außerdem die Privacy Einstellungen verändern und Ihre Daten damit als “Nicht öffentlich” markieren.

123people unterstützt Sie somit beim Schutz Ihrer Daten!

Sollten noch Fragen offen geblieben sein, stehen wir jederzeit sehr gerne wieder zu Ihrer Verfügung.

Beste Grüße,

Ihr 123people Team

Ich verstehe diese Argumentation ehrlich gesagt nicht. Es wird behauptet, dass keine Daten gespeichert werden – dann wird wiederum behauptet es werden Daten zwischengespeichert. Nun was bedeutet “Zwischengespeichert”? Bei der enormen Datenmenge die bei den ganzen persönlichen Profilen zustande kommt bezweifle ich das dieser “Zwischenspeicher” in einem Arbeitsspeicher oder Cache liegt, der lediglich zur Verarbeitung der Daten benötigt wird und spätestens gelöscht ist wenn der Strom weg ist. Nein die Daten werden wahrscheinlich viel ehr auf einer Festplatte, in einer Datenbank abgespeichert sein.

Nun frage ich mich wo genau da nun der Unterschied liegen soll, zwischen “Speichern” und “Zwischenspeichern”? Fakt ist, man hat Daten von mir erfasst und abgespeichert – Und das ohne meine Erlaubnis! Es spielt meines Wissens nach überhaupt keine Rolle ob man die Daten nur kurz abspeichert oder ob sie, in Stein gemeißelt, in einem Archiv aufbewahrt werden. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Daten – wenn sie dann doch endlich mal gelöscht werden – keiner sicheren Löschmethode unterzogen werden!

Jedenfalls hat das Löschen meiner SocialNetwork-Profile und das Verändern der Visible-Einstellungen rein gar nichts verändert: Die Daten, auch die Bilder, sind nach 3 Tagen immer noch auf dem über mich angelegtem Profil zu erkennen. Für mich hat das nichts mit zwischenspeichern zu tun…

Ich werde jetzt erstmal überlegen, ob und wie ich wegen dieser Sache weiter vorgehen werde. Ich werde auf jeden Fall darauf achten das die Informationen aus dem Profil in den nächsten Tagen auch wirklich verschwinden. Zudem werde ich versuchen die Webspiders der Personensuchmaschinen so gut es geht aus diesem Blog auszusperren und auch die Kontaktdaten im Impressum nicht im Klartext darzustellen.

[ Nachtrag 09.02.2009 ]

Heute sind nach fast 10 Tagen endlich die “zwischengespeicherten” Daten von der Website verschwunden. Viel zu lange eigentlich als das man hier von Zwischenspeichern reden könnte aber naja…

123HosenRunter

Die Auswüchse des Profilings und Data-Minings im Internet nehmen immer schlimmere Züge an. Bisher war es so, dass Daten heimlich verkauft wurden und man davon immer erst was mitbekommen hat wenn es zu spät war. Seit neustem wird sich aber nichtmal mehr bemüht, die Weiterverbreitung persönlicher Daten vor dem Bürger zu verstecken.

Zufällig bin ich vorhin mit einigen Bekannten auf die Website 123people.de gestoßen. Und wir mussten feststellen, dass dort vollständige Webprofile über uns zu finden waren. Das geht über Websites auf denen man irgendwie auftaucht, über Amazonprofile, Telefonnummer und Adresse(!!!) bis hin zu Fotos! Tatsächlich war dort ein altes Bewerbungsfoto von mir zu finden, was dort definitiv nicht hingehört! Auch eine Freundin musste feststellen das dort zu erkennen war, dass sie sich mal auf einer Website gegen Nazis eingetragen hatte und sie einmal bei einem Gewinnspiel gewonnen hat – Unvorstellbar welche Gefahr daraus entstehen könnte, wenn auch noch ihre Kontaktdaten öffentlich werden sollten!

Als ich zuhause war, habe ich erst einmal eine Email an die Betreiber der Website geschickt und der unerlaubten Verwendung meiner Daten widersprochen:

Guten Tag,

über Google bin ich heute zufällig auf Ihre Website gestoßen und musste feststellen, dass Sie ohne meine ausdrückliche Erlaubnis personenbezogene Informationen über mich veröffentlicht haben! Sogar Fotos von mir waren auf der unrechtmäßig angelegten Profilseite über mich zu finden!

[...]

Ich verlange die sofortige Löschung aller über mich veröffentlichten und nichtveröffentlichten Daten aus Ihren Beständen! Sollten Sie dieser Aufforderung nicht folge leisten, werde ich mein Recht auf informationelle Selbstbestimmung auf rechtlichem Weg durchsetzen.

Meine Bakannten haben natürlich auch sofort eine Löschung ihrer Daten gefordert. Ich bin mal sehr gespannt ob und wann da etwas passiert. Aber auf sich beruhen lassen werd ich die Angelegenheit bestimmt nicht wenn dieses Profil über mich nicht verschwindet.

Ich meine: Klar irgendwo ist man sicherlich auch selber Schuld, das derartige Daten überhaupt erst im Internet auftauchen. Aber es ist was anderes ob man sich jetzt bewusst bei z.B. studiVZ anmeldet und dort etwas über sich veröffentlicht, oder ob jemand daher kommt und von allen möglichen Seiten Informationen zusammenträgt und diese geordnet und für jeden Hanz und Franz frei einsehbar auf einer Profilseite zur Verfügung stellt! Ausserdem möchte ich selber bestimmen, wo ich im Internet auftauche und wo nicht…

TrueCrypt

Hallo,

heute möchte ich euch mal im Zuge der immer weiter zunehmenden Überwachung eine einfache Möglichkeit vorstellen eure Daten zu schützen. Neben Radikalmethoden wie der Wechseln auf ein alternatives, freies Betriebssystem oder dem Surfen über virtuelle Maschinen oder “Dummyrechner” gibt es für den gewöhnlichen Windows-User eine einfache und sichere Möglichkeit Daten vor fremden Zugriff zu schützen: Verschlüsselung…

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