Über Rhythmbox
Rhythmbox ist der Audioplayer welcher in der Standard-Ubuntuinstallation vorhanden ist. Anfangs, was ich ehrlich zugeben muss, konnte ich mich gar nicht mit Rhythmbox anfreunden. Das lag wohl einfach daran, dass in meiner Musiksammlung ein totales Chaos herrschte und einige Sachen die ich ausprobiert hatte zu einem Fehlverhalten im Programm geführt hatten. Stattdessen habe ich immer Totem zum abspielen von Musik genutzt. Nachdem ich aber letztens mein System neu aufgesetzt hatte, dachte ich mir man könnte Rhythmbox ja nochmal neu ausprobieren.

Der Audioplayer ist an Apples iTunes angelehnt und bietet eigentlich so ziemlich alles was man sich von einem Player wünscht. Er kann Playlisten verwalten, zeigt die Musiksammlung in zwei separaten Fensterbereichen nach Interpreten und Alben an (Bild oben), verwaltet und lädt Podcastsendungen, kann Webradio abspielen und bietet zudem noch Zugriff auf freie Musikarchive wie Jamendo.
Wie bereits erwähnt war das Chaos in meinem Musikordner einer der Gründe die mich zunächst von der “produktiven” Nutzung von Rhythmbox abgehalten hatten. Da in der Musikübersicht die Stücke anhand ihrer Metainformationen angezeigt werden, herrschte in der Übersicht wildes Durcheinander. Viele Stücke hatten entweder gar keine Metainformationen oder gleiche Metadaten wurden teilweise anders geschrieben (z.B. “AC / DC” und “ac/dc”). Dies führt natürlich auch dazu das Interpreten zum Teil sehr oft in der Interpreten-Liste, in unterschiedlicher Schreibweise, auftauchten.
Um Rhythmbox für mich nutzbar zu machen habe ich bei der Neuordnung meiner Musiksammlung zunächst mal die richtige Musik von dem ganzen anderen Audiokram getrennt. Danach habe ich mich daran gemacht die Metainformationen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Das geht ebenfalls bequem über Rhythmbox. Habe ich z.B. in der Interpreten-Ansicht einmal “Avantasia” und nochmal “avantasia” stehen, wählt man einfach alle Musikstücke die unter “avantasia” aufgelistet werden und ändert über Rechtsklick -> Eigenschaften den Interpreten auf “Avantasia”. Danach ist nur noch der Korrekt geschriebene Eintrag in der Interpreten-Liste vorhanden und die Stücke mit den vorher falschen Metadaten sind diesem nun untergeordnet. Praktisch auch das Rhythmbox, wie es heut zu Tage üblich ist, den Musikordner auf Änderungen überwacht.
Inzwischen gefällt mir Rhythmbox sehr gut. Ich starte es mittlerweile per default beim Systemstart, wo es sich dezent in der Symbolleiste einordnet. Will ich Musik hören langt es einfach die Play-Taste auf meiner Tastatur zu drücken. Aktiviert man das entsprechende Plugin Liedtexte, sucht es beim drücken von Strg-L die Lyrics des aktuellen Liedes aus dem Internet. Zudem ist die Integration in den GNOME-Desktop von Ubuntu sehr gut. Will man z.B. eine mp3-CD mit dem Brennprogramm Brasero erstellen, so kann man einfach die Lieder aus Rhythmbox heraus in das Brasero-Fenster ziehen. Auch einen Partymodus, bei dem die Titelleiste ausgeblendet wird hat das Programm. Leider flackert bei mir allerdings noch der Bildschirm wenn man das Programm im Partymodus bedient.
Mein Fazit zu Rhythmbox: Einfach zu bedienender Audioplayer mit einem Haufen von sinnvollen Funktionen. Ich werde ab jetzt bei Rhythmbox bleiben!























